MĂ€rz 2014 1403

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Gladys, Njeri und der Geburtstagskuchen

 

Die Geburtstagfeier von Njeri (23.02) und Gladys (27.02) aus dem Tsimba Children Home fand am Wochenende statt. Njeri ist jetzt schon 17 Jahre jung.

Am Donnerstag gab es fĂŒr die MĂ€dels an der Kakoneni Girls High­-School Halbzeit-Ferien (1-2Tage & Wochenende in der Mitte eines Trimesters).

Normalerweise reist Njeri in diesen kurzen Ferien nicht ins TCH. Sie kam am Donnerstag dann erst einmal rĂŒber zur SimbaWake Academy (Njeri’s  Schule in Kakoneni und unsere in Langobaya liegen ca. 10 km auseinander), da ich mich gerade dort aufhielt.
Sie hatte mir vorher schon geschrieben, dass sie viel mit mir zu besprechen hat. 3 Stunden haben wir damit verbracht, die Auswahl ihrer FĂ€cher zu besprechen (einige FĂ€cher können abgewĂ€hlt werden), und ihre AktivitĂ€ten im Journalismus Club und der Christian Union waren auch sehr aufschlussreich fĂŒr mich zu hören. Und alles, was eine junge Lady sonst noch zu besprechen hat.

Aber da war noch was…. als Geburtstaggeschenk, habe ich ihr eine Heimfahrt ins TCH geschenkt. Da strahlte sie ĂŒbers ganze Gesicht. Am Freitag sind wir frĂŒh nach Malindi aufgebrochen, Njeri hat fluchs ihre Sachen bei mir gepackt und ab ins Matatu nach Tsimba. Im TCH hatte man mit Gladys Geburtstagsfeier bis Samstag gewartet, damit die beiden zusammen feiern konnten. Es ist einfach sĂŒĂŸ, so erwachsen Njeri auf der einen Seite schon ist, so Kind ist sie doch noch in solchen Dingen.

 

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Ganz ehrlich?
 Ich hatte nicht gedacht, dass wir es hin kriegen.
Aber tatsĂ€chlich starten wir am Montag dem 3. MĂ€rz mit der Bohrung eines Brunnens 🙂

Bis zum Ende der Woche, geht es rasant schnell. Ruck Zuck sind wir auf 16 Meter Tiefe – es waren auch noch keine Steine im Weg.

Auf unserer Facebook-Seite haben wir ein Video der “abenteuerlichen” Bohrung eingestellt:
Nach Wasser bohren, mal anders…

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DarĂŒber hĂ€tten wir fast verpasst, dass wir noch mal ein kleines neues Leben haben. Durch die ganze Hektik, haben wir Ummy – unsere halbtags Farmhelferin – erst Ende der Woche getroffen, die uns dann das jĂŒngste Zieglein zeigte.

 

 

 

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Jacky und Hans aus der Schweiz (die, die Spenden fĂŒr den Brunnen gesammelt haben), sind diese Woche in Langobaya eingetroffen. Und noch mehr als ich, können sie es nicht fassen, wie das Wasserloch gebohrt wird.
Hier einige ihrer Bilder:

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Bohren mit menschlicher Beschwerung

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Nach 1,5 – 2 Meter, unterbrechen

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Bohrer raus holen

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Bohrer entleeren …

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… und zwar ganz

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Jacky, eine ausgemachte Tierfreundin, hatte dann auch noch die große Freude, ein erst stundenaltes Zieglein auf den Arm zu nehmen (damit haben wir jetzt 14 Ziegen).

Jacky und Hans haben ihren Aufenthalt mit Übernachtung (ohne Strom) sichtlich genossen.

Auf dem Weg nach Langobaya, frittierte Kartoffeln oder Obstbaum-Setzlinge am Straßenrand kaufen, abenteuerliche Bohrung erleben, lunchen im einheimischen Restaurant, gemeinsames Kochen bei Kerosin-Lampen, Essen bei Kerzenlicht,

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In Kakuyuni gibt es toll gewĂŒrzte    Kartoffeln

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„GĂ€rtnerei“ kurz vor Gilory

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Lunch im Restaurant in Langobaya

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Kochen unter Kerosin-Lampen

 

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Wo soll die Abwasseranlage hin?

 

 

Am 15.03 gab es den „Startschuss“  fĂŒr die AbwasserklĂ€ranlage des InternatsgebĂ€udes – Ausmessen, wo die unterirdischen Abwasser- und KlĂ€rtanks hin mĂŒssen.

Nach vielen Diskusionen, Überlegungen und Rumrechnen, mit Baumeistern, Architekten und Klempner, haben wir uns entschieden, eine Abwasseranlage fĂŒr alle 3 (zukĂŒnftigen) WohngebĂ€ude zu bauen.

Ist zwar im Moment sehr viel teurer als geplant, kostet aber im Endeffekt weniger, wenn die linke HÀlfte des WohngebÀudes und die WohngebÀude 2 und 3 gebaut sind.

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Das Ausmessen hat dann viel Zeit, auch wieder Diskusionen in Anspruch genommen. Die Abwasseranlage sollte schon irgendwo in der Mitte sein. Aber GelÀndegefÀlle und die Position, wie das erste (halbe) WohngebÀude errichtet wurde (vom GefÀlle her gesehen), hat uns wieder vor Herausforderungen gestellt.

Aber am Ende haben wir natĂŒrlich eine Position gefunden!

 

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Waaaaasser Marsch – der Pumpentest steht an.

Die Drillers (Bohrer) sind letzte Woche auf Wasser gestoßen. Nach Meinung des Verantwortlichen, ist es genug Wasser, das sie nicht weiter Bohren mussten.

Also haben wir uns alle, Jacky, Hans, Randu, Sulubu, die Drillers und ich, uns versammelt, um das Wasser sprudeln zu sehen.

Noch ein Abenteuer fĂŒr Jacky &  Hans

Da mein Pick-Up mit Materialien und Randu vorfahren mussten (es gehen eh nur 3 Personen rein – und fĂŒr eine Person ist es dann recht unbequem), sind Jacky, Hans und ich mit dem Matatu gefahren.

Die ersten 35km sollte es mit dem Matatu gehen, dann noch 10km mit dem Motorrad (nach Langobaya geht kein Matatu, und fĂŒr den Bus waren wir zu frĂŒh).  Der Weg (Straße kann man es wirklich nicht nennen), ist mit dem Pick-Up schon Ă€tzend, aber mit einen Matatu-Fahrer, der ohne RĂŒcksicht auf Verluste jedes Schlagloch mitnimmt – Hauptsache schnell ankommen und neue FahrgĂ€ste laden – ist es dann fĂŒr jeden Touristen eine Attraktion und Abenteuer.

Und auch Jacky und Hans hatten richtig Spaß, an der „Holperstrecke“. Ist ja auch spaßig, wenn man es nur einmal macht 😉

Kleine Anekdote:

Rund 8 km vor Kakoneni gab es den ersten Nieselregen.

Der Conductor  (ĂŒbersetzt heißt es Schaffner – aber das ist nicht vergleichbar) fragte uns wohin wir wollen. Ich sagte ihm nach Langobaya. Er fragte, warum wir nicht das Matatu mieten, um uns von Kakoneni nach Langobaya zu bringen. Ich antwortete ihm: „Es ist zu teuer. Ein Motorrad kostet 200 Shilling nach Langobaya. Selbst wenn wir drei nehmen sind das 600 Shilling“ (es ist normal, dass man mit 2 Personen ein Motorrad mietet und zu dritt drauf sitzt, aber fĂŒr 10 km sollte man doch jeder ein eigenes Motorrad haben).

Tja, da ist das wieder, mit der weißen Hautfarbe. Der  Conducter sagte unglĂ€ubig zum Fahrer: „Die Mzungu (weiße EuropĂ€er) hat gesagt, es ist zu teuer“.

Umso nĂ€her wir Kakoneni kamen, umso heftiger wurde der Regen.  Motorrad war wirklich nicht mehr drin. Also fragte ich nach dem Preis, wenn sie uns nach Langobaya bringen. Satte 2.500 Shilling wollten sie haben. Die 35km von Malindi bis Kakoneni kosten 450 Shilling fĂŒr uns drei (ok, es fahren so viele Menschen mit, wie reinpassen). Ich bot ihm an, dass wir das Doppelte von 3 MotorrĂ€dern zahlen, und er schlug ein.

Angekommen, geht es nun zum Pumpentest.

 

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 Pumpe rein  Leitung rein  Genrator los WASSER … aber nur 2 Minuten

Es war leider nur eine Wasserblase. Vor 2 Wochen sah es aus, das wir genug Wasser haben. Aber nun stellt sich raus, das sich das Wasser nur angesammelt hatte, und mittlerweile nicht mehr vorhanden ist.

Also, mĂŒssen wir noch mal tiefer gehen.

 

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